Pyramidenspiele

Keine Angst, mit diesem Schlagwort wollen wir Sie nicht über die leider oft üblichen Praktiken bestimmter Kreise
informieren.  Oder doch?

Gerade bei dieser Betrachtung kommt uns in den Sinn, wie falsch eigentlich immer wieder die hierarchische Pyramide
einer Gemeindeordnung verwendet wird und daher im allgemeinen Sprachgebrauch zu Mißverständnissen führt.

Immer wieder hört man von „Ortschef“ sowie den hohen Funktionären und ranghohen Exponenten der Gemeindeverwaltung.
Dabei entsteht allgemein der Eindruck, daß sich hinter diesen Begriffen tatsächlich so etwas wie eine wirkliche
Rangordnung verbirgt.

Aber weit gefehlt. Leider ist landläufig diese (richtige !) Pyramide schon längst auf den Kopf gestellt –   ACHTUNG  !!!
Das wäre schon wieder die falsche Ansicht.
Hier reiht sich offenbar ein sprachliches Mißverständnis an das andere, also werden wir ab sofort zusätzlich mit
bildlichen Darstellungen arbeiten – wie unsere Vorfahren der grauen Vorzeit – wo es wesentlich weniger Spielraum
für Irrtümer gab, wenn man zumindest einige Zeit überleben wollte.

Ein Blick genügt. Wie in der Bundespolitik, wo die Bürger eigentlich das Parlament (die Abgeordneten) dazu wählen,
die Regierung ( = Kanzler + Minister ) zu überwachen, scheint auch auf Gemeindeebene dieses in der Verfassung bzw.
eben der Gemeindeordnung vorgesehene Prinzip, durch die jeweils Regierenden, auf den Kopf gestellt.

Die Wähler also der Souverän, (= Staatsvolk), wählen nämlich bei uns zuerst als höchste Gemeindeautorität ( Kollektivorgan )
– richtig!
den GEMEINDERAT.  Und der Gemeinderat ist der höchste Entscheidungsträger in einer Gemeinde – oder sollte es jedenfalls sein.

In diesem, unserem ersten Beitrag zu diesem Thema, betrachten Sie einmal bitte die beigefügten Darstellungen um deutlich
zu erkennen, wie es in vielen Gemeinden ist bzw. bei uns auch früher war.
Im Vergleich dazu, wie es laut Gesetz wirklich sein sollte, also jetzt auch in unserer Gemeinde so gehandhabt wird.

Nach dieser ersten Information, werden wir schrittweise die weiteren Verantwortungen und Befugnisse erklären, damit
Sie alle als wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger erkennen, wie direkt SIE an der Gegenwart und Zukunft unserer
Gemeinde mitwirken. Wie direkt SIE – und nicht irgendwer, Verantwortung tragen.

Das nächste Thema:  Gemeinderatswahl – und, was eine einzige Stimme am 14. März 2010 bei uns bewirkt hat.

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