Wie laut der letzten Gemeinderatsagenda informiert gab es in der zuletzt einberufenen Gemeinderatssitzung auch den Tagesordnungspunkt: „Der Gemeinderat möge den Bürgermeister zur Verleihung von Gemeindeeigentum ermächtigen“.

Nachdem die UGI in der aktuellen Ausgabe der neutralen Gemeindezeitung öffentlich für unsere Entscheidung zur Verantwortung gezogen wird wollen wir hierzu auch die im Bericht fehlenden Hintergründe bekannt geben.

Die UGI ist seit jeher dafür, dass sich Vereine und Institutionen für Veranstaltungen und andere gemeinschaftliche Aktivitäten Gerätschaften oder Fahrzeuge ausleihen können. Die Arbeit der ansässigen Vereine und Institutionen, sei es der Verschönerungsverein, der Elternverein, die Feuerwehr, usw. wird von uns im höchsten Maße geschätzt und soll nach wie vor mit allen vorliegenden Möglichkeiten der Gemeinde weiterhin unterstützt werden.

Einem Antrag darüber hätten wir sofort ohne WENN und ABER unsere Stimme gegeben!

Jedoch beinhaltet der Antrag ebenfalls die Verleihung von Fahrzeugen an nicht näher definierte Privatpersonen. Auch nicht eingeschränkt auf Privatpersonen im Auftrag eines Vereines oder Institution. Dadurch hat nun jede Privatperson nach Zustimmung unseres Bürgermeisters die Möglichkeit sich z.B. den Traktor oder die Pritsche der Gemeinde zu leihen.

Nach welchen Kriterien wird unser Hr. Bürgermeister in Zukunft diese Entscheidungen treffen?

Die Entscheidung obliegt dem Bürgermeister nach eigenem Ermessen und da hakt es.
Welche Privatperson darf nun mit einer z.B.: geliehenen Pritsche unterstützt werden und welche nicht?
Wer borgt sich zukünftig die Motorsäge für den Schnitt der eigenen Bäume aus?
Darf sich jetzt wirklich jeder die Gemeindefahrzeuge ausleihen um sich gekaufte Möbel ab zu holen oder seinen Bauschutt zu entsorgen?

Was geschieht mit den Mehrkosten durch die gesteigerte Abnützung der z.B.: Fahrzeuge?
Wie üblich zahlt das dann wohl die Allgemeinheit also WIR!

Wer der betitelten „Privatpersonen“ nimmt aktuell davon Gebrauch?
Hatten SIE liebe Bürgerin / lieber Bürger aus Wöllersdorf-Steinabrückl Kenntnis darüber dass uns als Privatperson diese Möglichkeit zuvor schon geboten wurde?

So eine Allgemeinvollmacht hat einfach auch noch andere Seiten, weshalb wir diesem Punkt in dem aktuell formulierten, noch unausgereiften, Gesamtumfang unsere Zustimmung leider nicht geben konnten!